medienethik

fehltritte in der medienlandschaft

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Presserat betont Opferschutz bei Berichterstattung über Absturz der Germanwings-Maschine

Schon jetzt laufen beim Presserat Beschwerden im Hinblick auf die Art und Weise der Berichterstattung ein:

http://meedia.de/2015/03/25/schon-mehrere-beschwerden-presserat-mahnt-medien-im-zusammenhang-mit-4u9525-zur-zurueckhaltung/

Richtlinie 8.2 – Opferschutz
Die Identität von Opfern ist besonders zu schützen. Für das Verständnis eines Unfallgeschehens, Unglücks- bzw. Tathergangs ist das Wissen um die Identität des Opfers in der Regel unerheblich. Name und Foto eines Opfers können veröffentlicht werden, wenn das Opfer bzw. Angehörige oder sonstige befugte Personen  zugestimmt haben, oder wenn es sich bei dem Opfer um eine Person des öffentlichen Lebens handelt.” (Quelle: http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/#panel-ziffer_8__schutz_der_persoenlichkeit_)

“heute” richtet Korrektur-Seite ein

Neuigkeiten auf heute.de:

“Als Journalisten fühlen wir uns den Prinzipien von Faktentreue, Trennung von Bericht und Kommentar, von Vielfalt verpflichtet. Aber wir wissen auch: Wer 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche sendet, analog, digital und online, dem unterlaufen trotz aller Anstrengungen von Redaktion und Korrespondenten auch Fehler. Dazu bekennen wir uns. Deshalb haben wir auf heute.de nach dem Vorbild der “New York Times” die Rubrik “Korrekturen” eingerichtet. Auf dieser Seite weisen wir auf Fehler, die wir in der Berichterstattung gemacht haben, hin und korrigieren sie.”

Quelle: http://www.heute.de/zdf-in-eigener-sache-korrekturen-37527168.html

Auch der DJV berichtet:

http://www.djv.de/startseite/service/blogs-und-intranet/djv-blog/detail/article/zdf-uebt-transparenz.html

Die Sache mit dem #Stinkefinger

Hat er nun oder hat er nicht? Wenn es der Redaktion vom Neo Magazin Royale tatsächlich gelungen sein sollte sämtlichen Medien etwas vorzumachen, dann ist das genial aber mindestens ebenso erschreckend.

http://www.dwdl.de/nachrichten/50193/boehmermann_wir_haben_den_stinkefinger_gefaelscht/

Die FAZ hatte da die abgefahrene Idee einen zu fragen, der bei dem Subversive Festival dabei war:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/festival-organisator-horvat-der-finger-wurde-aus-dem-zusammenhang-gerissen-13487196.html

Nachtrag:

Das ZDF gibt offiziell bekannt: Böhmermann habe den Auftritt des griechischen Finanzministers nicht manipuliert. Seine gegenteilige Behauptung sei satirischer Art. Außerdem lassen sie es sich nicht nehmen das auf FB zu posten:

Screenshot Facebook-Seite ZDF (https://www.facebook.com/ZDF?ref=ts&fref=ts)

Screenshot Facebook-Seite ZDF (https://www.facebook.com/ZDF?ref=ts&fref=ts)

Journalisten-Verband fordert Stopp der Selfie-Aktion von bild.de

“„Die Griechenland-Politik der Bundesregierung kann man mögen oder ablehnen“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Eine Kampagne, die direkten Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen wolle, verbiete sich aber mit der beschreibenden Aufgabe des Journalismus.”

http://www.djv.de/startseite/profil/der-djv/pressebereich-download/pressemitteilungen/detail/article/sofortiger-stopp-gefordert.html

Wenn Journalismus im Netz funktioniert

Mit dem Bildblog geht es weiter. Zum Glück.

http://www.sueddeutsche.de/medien/zukunft-von-bildblog-wann-leser-ihr-portemonnaie-zuecken-1.2332759

Warum Bildblog.de wichtig ist: http://www.bildblog.de/ressort/bild/

Die Zukunft des Journalismus?

VR-Journalismus könnte DIE Entwicklung in der Berichterstattung sein. Vice News hat da mal was ausprobiert:

https://news.vice.com/article/chris-milk-spike-jonze-and-vice-news-bring-the-first-ever-virtual-reality-newscast-to-sundance

Zeigt den #Lügenpresse-Rufern doch mal den Redaktionsalltag

Interessante Gedanken von Udo Stiehl. Oder vielleicht auch schon früher, also zum Beispiel in der Schule, mit mehr Medienbildung anfangen?

Udo Stiehl

Lügenpresse werden wir genannt – die Gründe sind vielfältig. Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird das Etikett des Staatsfunks angeheftet, angeblich sind wir nur das Sprachrohr der Regierung und bekommen “von oben” die Instruktionen, wie wir über was zu berichten haben. In den sozialen Medien bekommen wir direkten Kontakt zu den Kritikern. Im so genannten Real Live, also im richtigen Leben, aber kaum. Warum eigentlich?

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Die Pflicht der Journalisten

Im Gespräch mit dem Leiter des Medien-Ressorts  traf Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen auf tagesspiegel.de die folgende Aussage:

“Journalisten müssen heute gleichermaßen offen und offensiv für die eigene Glaubwürdigkeit werben, ihre Arbeit erklären, ihre Urteile begründen, ihre Fehler benennen – auch wenn es wehtut. Befragungen zeigen: Viele wissen gar nicht, wie im Journalismus gearbeitet wird, wie Nachrichten zustande kommen, welcher Geschwindigkeits- und Kostendruck herrscht und wie hart man um Qualität ringt. Und hier ist auch der einzelne Journalist selbst in der Pflicht: als ein um Transparenz bemühter Dialogpartner des Publikums, der die Aufklärung über die eigene Branche als notwendigen Zweitjob begreift.”

 

Internetseite PI-News klaut bei Main Post

Nur zu gern wettern Autoren der Internetseite pi-news.net gegen die “Mainstream-Medien”. Warum aber kritisieren, wenn diese etwas haben, was einem nützlich sein kann? Das dachten sich die Macher der Seite wohl in diesem Fall.

Es geht um ein Foto, gemacht von dem Main-Post-Fotografen Thomas Obermeier. Es zeigt eine Frau, die bei einer PEGIDA-Demonstration eine Deutschland-Fahne trägt und auf Gegendemonstranten zugeht.

Eben dieses Foto wurde von pi-news.net als “PI-Pressefoto des Jahres 2014” ausgewählt und in einem Artikel auf der Internetseite abgebildet. Die Quelle des Fotos wurde dabei nicht angegeben. Der anonyme PI-Autor beschreibt die Frau mit der Fahne in dem entsprechenden Artikel als „Heldin“, da sie sich dem „schwarzen Block aus zirka 200 Antifas“ gegenübergestellt habe. Die Situation beschreibt er als „bedrohlich“. Vermutlich ohne selbst dabei gewesen zu sein. Anders äußert sich nämlich der Mann, der das Foto gemacht hat: Main-Post-Fotograf Thomas Obermeier. Er sagte in der Main Post„Die Frau ist mit der Fahne in der Hand auf die Gegendemonstranten zugelaufen und wollte sie ansprechen.(…) Die linken Demonstranten wollten sich aber auf keine Diskussion mit ihr einlassen. (…) Sie standen einfach nur da.“ (Quelle hier)

Auch der Deutsche Journalisten-Verband äußerte sich nun zu diesem Fall: “Dass das Portal einerseits gegen die Medien wettert, sich andererseits bei ihnen bedient, ist wenig konsequent – und stellt einen Verstoß gegen das Urheberrecht dar. Deshalb hat die Main-Post rechtliche Schritte gegen das Portal eingeleitet.” (Quelle hier)

Verwirrung um Artikel auf Der Postillon & SPIEGEL ONLINE

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angebliche-demo-absage-satire-seite-postillon-foppt-pegida-macher-a-1011335.html

Stellt sich vor allem die Frage, wer den “Screenshot” des SPIEGEL ONLINE-Artikels erstellt und verbreitet hat.